schillingreport 2020

Editorial

Als wir vor 15 Jahren zum ersten Mal die Zusammensetzung der Führungsgremien der 100 grössten Schweizer Arbeitgeber untersuchten, hatten erst wenige von ihnen die Gender Diversity auf ihrer Agenda. Der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen betrug damals 4%. Heute erreicht er mit 10% erstmals einen zweistelligen Wert. In den Verwaltungsräten stieg der Frauenanteil seit unserer ersten Erhebung 2010 von 10% auf heute 23%. Die Entwicklung verläuft seit Jahren konstant, weshalb ich damit rechne, dass wir in diesem Gremium die Marke von 30% bis 2024 erreicht haben werden.

Trotz deutlich höherem Bewusstsein sowohl in den operativen als auch strategischen Gremien bin ich weiterhin überzeugt, dass eine ausgewogene Gender Diversity in den Geschäftsleitungen ein Generationenprojekt bleibt. Dieses gliedert sich in drei Phasen: Wir befinden uns aktuell am Ende der ersten Phase – ich nenne sie Sensibilisierungsphase. Sie war geprägt von den «Early Movers» unter den Unternehmen, die sinnvolle Massnahmen einführten, um ihre Gender-Diversity-Pipeline auszubauen. Sie erkannten, wie wichtig eine eigene Pipeline mit weiblichen Talenten für die Arbeitgeberattraktivität und den Geschäftserfolg ist. Die Zahl dieser Leuchtturmfirmen hat kontinuierlich zugenommen: Vor 10 Jahren hatten 32 Unternehmen Frauen in der Geschäftsleitung, wovon lediglich 7 Unternehmen mehr als eine Frau in der Geschäftsleitung beschäftigten. Heute haben 62 Unternehmen Frauen in der Geschäftsleitung, und 23 davon beschäftigen mehr als eine Frau. 55 aller 94 – also 59% – weiblichen Geschäftsleitungsmitglieder arbeiten in gerade mal 19% der untersuchten Firmen.

Ich bin zuversichtlich, dass wir uns nun an der Eintrittsschwelle in eine neue Phase befinden: die Bewusstseinsphase. In dieser Phase trennt sich die Spreu vom Weizen. Immer mehr Firmen beginnen, die Früchte ihrer Investitionen zu ernten. Denn ihnen stehen vermehrt starke weibliche Talente zur Verfügung, die sie durch bewusstes Talentmanagement in den letzten Jahren aufgebaut haben. Sie bauen die Gender Diversity auf allen Stufen und ihren Vorsprung im Talentmarkt aus. Die «Late Movers» geraten mit Blick auf den sich zuspitzenden Fachkräftemangel in Rückstand. Sie kommen nicht umhin, ebenfalls in eine eigene Pipeline zu investieren. In der dritten Phase – der Akzeptanzphase – stehen auf der mittleren Managementstufe der Gender-Diversity-Pipeline dann so viele Frauen bereit, dass ihre Entwicklung in die Geschäftsleitungen Standard wird. Gender Diversity wird auf breite Akzeptanz stossen. Man wird sich kaum mehr vorstellen können, dass es früher einmal anders war.

Trotz der gestiegenen Sensibilisierung erstaunt es mich, dass erst 53% der grössten Unternehmen eine oder mehrere Frauen in ihrer Geschäftsleitung beschäftigen. 47% der untersuchten Unternehmen haben nach wie vor keine einzige Frau in ihrem obersten Führungsgremium. Im Gegensatz dazu sind nur 11% der untersuchten Unternehmen in ihrem strategischen Gremium – dem Verwaltungsrat – ohne Frauen unterwegs. Diese Entwicklung werde ich in den nächsten Jahren genau verfolgen. 

Der Trend der Digitalisierung ist allen präsent. Im vergangenen Jahr stärkten die Unternehmen ihre Technologie-, Automatisations- und Digitalisierungskompetenz. Die Firmen werden sich vermehrt bewusst, dass diese Kompetenz in ihrer Geschäftsleitung notwendig ist, um sich erfolgreich für die grossen Herausforderungen der Digitalisierung zu positionieren. Wir beobachten aktuell denn auch eine Häufung neu geschaffener Geschäftsleitungspositionen im Digitalisierungsbereich. Neu haben 39% der untersuchten Unternehmen diese Kompetenz in der Geschäftsleitung. Ich gehe davon aus, dass sich der Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

Wie Schweizer Unternehmen und die öffentliche Verwaltung mit diesen Trends umgehen und welche spezifischen Profile sie im Zuge der Digitalisierung rekrutieren, lesen Sie in den nachfolgenden Interviews mit namhaften Führungspersönlichkeiten. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.

Ihr Guido Schilling

1 Executive Summary

In seiner 15. Ausgabe wartet der schillingreport gleich mit mehreren Premieren auf: Erstmals erreicht der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen der 100 grössten Schweizer Arbeitgeber die Marke von 10%. Der öffentliche Sektor bringt es sogar auf 20% weibliche Topkader. Bemerkenswert: Die Unternehmen stärken die Digitalisierungskompetenz ihrer Geschäftsleitungen. Zudem pendeln sich die Ausländeranteile weiter ein.

Die Führungsgremien der Schweizer Wirtschaft und des öffentlichen Sektors

Frauenanteil in den Geschäftsleitungen erstmals zweistellig
Der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen der 100 grössten Schweizer Arbeitgeber steigt von 9% auf 10%. Die Unternehmen haben für jede fünfte (21%) offene Geschäftsleitungsposition eine Frau berufen (2019 18%). Trotz Anstieg des Frauenanteils hat nur knapp über die Hälfte (53%) der Unternehmen Frauen in der Geschäftsleitung (2019 49%). Hier besteht weiterhin Bedarf an klarem Commitment der Unternehmensleitungen und Verwaltungsräte. Die SMI-Konzerne haben jede dritte offene Position mit einer Frau besetzt. Damit erhöhen sie den Frauenanteil in ihren Geschäftsleitungen von 10% auf 12% und unterstreichen ihre Vorreiterrolle.

Klassischer Karriereweg – interne Beförderung
Nach dem letztjährigen Spitzenwert von 64% haben die Unternehmen erneut die Mehrheit (61%) der neuen weiblichen Geschäftsleitungsmitglieder intern befördert. Ihr Anteil übersteigt sogar jenen der Männer (59%). Es ist erfreulich, dass die Unternehmen bei Beförderungen den Fokus nach innen richten und mittlerweile von ihrer Investition in die Talententwicklung profitieren. Das hat für beide Seiten grosse Vorteile: Die neuen Geschäftsleitungsmitglieder kennen die Kultur, pflegen bereits ein Beziehungsnetz und haben gleichzeitig einen positiven Strahleffekt nach innen und aussen.

Öffentlicher Sektor als Vorreiter
Im Topkader des öffentlichen Sektors steigt der Frauenanteil wieder konstant um 2 Prozentpunkte und erreicht erstmals 20% (2019 18%). Der öffentliche Sektor bestätigt seine Anstrengungen des Vorjahrs und besetzt erneut 38% der vakanten Spitzenpositionen mit einer Frau. Der Frauenanteil im Topkader des öffentlichen Sektors ist damit doppelt so hoch wie in den Geschäftsleitungen der Privatwirtschaft. Die höhere Gender Diversity verdankt der öffentliche Sektor auch der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Sie ist der Schlüssel zu einer ausgewogenen Gender Diversity. Hier weist der öffentliche Sektor der Privatwirtschaft den Weg.

Unternehmen stärken Digitalisierungskompetenz ihrer Geschäftsleitungen
Die Digitalisierung ist in aller Munde. Im schillingreport 2020 ist ihre Auswirkung auf die Geschäftsleitungen sichtbar: 12 Unternehmen haben Experten mit ausgewiesener Digitalisierungskompetenz neu in ihre Geschäftsleitung berufen. 8 von ihnen traten Positionen an, welche die Unternehmen neu geschaffen haben. Das deutet darauf hin, dass die Firmen der digitalen Transformation eine höhere Bedeutung beimessen. Der Trend, die Digitalisierungskompetenz in der Geschäftsleitung zu verankern, wird sicher weiter akzentuieren.

Ausländeranteil pendelt sich weiter ein
In den Geschäftsleitungen sinkt der Ausländeranteil von 45% auf 44%. Seit vier Jahren hat er sich in diesem Bereich eingependelt. Über zwei Drittel (70%) der ausländischen Geschäftsleitungsmitglieder waren bereits in der Schweiz oder in einem Schweizer Unternehmen tätig, bevor sie ihre aktuelle Position antraten. Diese «Inländer» stiessen folglich bereits im mittleren oder oberen Management zu einem Schweizer Arbeitgeber. Die ausländischen Talente sind eine unentbehrliche Ergänzung zum Schweizer Nachwuchs. Wir müssen Sorge tragen, dass ihre Pipeline nicht versiegt.

Konstante Entwicklung im Verwaltungsrat – Mehr Frauen mit Mehrfachmandaten
Der Frauenanteil im Verwaltungsrat steigt von 21% auf 23%. Die Unternehmen haben knapp jedes dritte vakante Verwaltungsratsmandat (32%) mit einer Frau besetzt (2019 38%). Steigt der Frauenanteil in der Schweiz weiter um jährlich 2 Prozentpunkte, übertrifft er 2024 die Marke von 30% (31%), die der Gesetzgeber fordert. Der Anteil Verwaltungsrätinnen, die zwei oder mehr Mandate besetzen, steigt von 7% auf 9%. Sie teilen sich neu 17% aller Mandate auf, die von Frauen besetzt werden. Seit zwei Jahren steigt dieser Anteil: 2018 lag er bei 10%, 2019 bei 13%. Während Männer schon seit Jahren professionelle Verwaltungsratskarrieren mit mehreren grossen Mandaten gleichzeitig verfolgen, ziehen die Frauen nun nach. Mit Blick auf eine allfällige Frauenquote wird es spannend, zu beobachten, wie sich der Anteil Frauen mit Mehrfachmandaten entwickelt.

Frauenanteil in DAX-Aufsichtsräten im Aufschwung
In den Aufsichtsräten der DAX-Unternehmen steigt der Frauenanteil von 33% auf 36%. Für 38% der offenen Sitze wurden Frauen berufen (2019 30%). Seit 2016 sind kotierte deutsche Unternehmen verpflichtet, eine Frauenquote von 30% in ihren Aufsichtsräten einzuhalten. Im letzten Jahr schien es, als würden die Bemühungen der Unternehmen nachlassen und als sei die Arbeit mit Erreichen der Quote getan. Nun zeigt sich aber, dass wieder mehr Schwung in die Aufsichtsräte kommt. In den DAX-Vorständen steigt der Frauenanteil von 14% auf 15%.

2 Einleitung

Seit 15 Jahren erhebt die guido schilling ag die Daten zur Zusammensetzung der Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte der 100 grössten Schweizer Arbeitgeber. Seit vier Jahren wurde die Auswertung auf den öffentlichen Sektor ausgedehnt, indem die Topkader aller 26 Kantone und der Bundesverwaltung analysiert wurden. Zusätzlich fragt die guido schilling ag im Zweijahresrhythmus die 250 bedeutendsten Unternehmen der Schweiz an, ihre Zahlen zur Gender-Diversity-Pipeline bekannt zu geben, um so das Potenzial an Managerinnen auf den Stufen Topmanagement und Middle Management sichtbar zu machen. Der schillingreport schafft «Transparenz an der Spitze» und hat sich als unabhängiges und anerkanntes Instrument der Bestandsaufnahme und weiterführenden Analyse der Führungsetagen in der Schweiz etabliert.

Die Daten zu den Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten der 100 grössten Arbeitgeber wurden vom internen Projektteam der guido schilling ag zusammengetragen. Eigene Recherchen, persönliche Befragungen und direkte Anfragen bei Unternehmen, die üblicherweise keine Daten öffentlich publizieren, machen die Erhebung so wertvoll. Die Vollständigkeitsrate der Daten für die Geschäftsleitungen beträgt 97%, jene für die Verwaltungsräte liegt bei 96%. Die Daten für den öffentlichen Sektor wurden ebenfalls vom internen Projektteam der guido schilling ag recherchiert.

Für die Daten zur Gender-Diversity-Pipeline wurden die 250 bedeutendsten Unternehmen direkt angefragt, da dieses Zahlenmaterial nicht öffentlich zugänglich oder recherchierbar ist. Der Stichtag für die Erhebungen zu den 100 grössten Arbeitgebern und zum öffentlichen Sektor ist der 31. Dezember 2019. Da die Daten zur Gender-Diversity-Pipeline nur alle zwei Jahre erhoben werden, ist der Stichtag dort der 31. Dezember 2018.

Trends und Entwicklungen werden zusätzlich anhand der Untergruppen Frauen, Ausländer, SMI-Unternehmen sowie CEOs und Verwaltungsratspräsidenten gesondert untersucht und analysiert.

In diesem Jahr enthält der schillingreport eine Reihe von Interviews mit CEOs sowie einer Vertreterin des öffentlichen Sektors. Ihre Ansichten bieten neben der Datenanalyse eine interessante und abwechslungsreiche Lektüre.

3 Allgemeine Angaben zum Report

Der Report der grössten Schweizer Arbeitgeber enthält seit vier Jahren zusätzlich den öffentlichen Sektor und die Zusammensetzung von dessen Topkader sowie die Gender-Diversity-Pipeline der 250 bedeutendsten Schweizer Unternehmen. Diese erweiterten Inhalte warteten bereits in den ersten Jahren mit wichtigen Erkenntnissen auf und werden auch in den kommenden Jahren spannende Entwicklungen aufzeigen. Das interne Projektteam der guido schilling ag recherchierte die relevanten Daten über die unterschiedlichsten Kanäle und fragte fehlende Daten direkt bei den Unternehmen nach. So stellten viele Unternehmen Informationen zur Verfügung, welche nicht öffentlich zugänglich sind. Der schillingreport basiert auch in seinem fünfzehnten Erscheinungsjahr auf einer soliden Datenkonsistenz.

Anhang

Für den mittlerweile um den öffentlichen Sektor und die Gender-Diversity-Pipeline erweiterten schillingreport wurde ein neuer Anhang erstellt, der umfassend über diese Samples Auskunft gibt. Der Anhang enthält zusätzliche Auswertungen zu Ausbildungen der Gremiumsmitglieder, Sprachen im öffentlichen Sektor etc., die im Report nicht aufgeführt sind, und gibt somit einen weitreichenden Überblick zu den untersuchten Samples. Das gesamte Zahlenmaterial der Jahre 2006 bis 2016 des klassischen schillingreport mit der Analyse zu den 100 grössten Schweizer Arbeitgebern ist in einem separaten Anhang verfügbar.

Untersuchte Samples

Die Liste aller einbezogenen Firmen kann am Ende des Reports eingesehen werden. Dabei wird zwischen mehreren Samples unterschieden, die zur besseren Orientierung durch eine entsprechende Farbgebung gekennzeichnet sind.

Private Sector
Die 100 grössten Schweizer Arbeitgeber
Public Sector
26 Kantone und die Bundesverwaltung
Gender-Diversity-Pipeline
Befragung der 250 bedeutendsten Schweizer Unternehmen
GeschäftsleitungVerwaltungsratTopkader
(Bundeskanzler/in,
Staatsschreiber/innen,
Generalsekretäre/
Generalsekretärinnen, Amtsleiter/innen)
Bundesrat/
Regierungsrat
Geschäftsleitung
Topmanagement
Middle Management
Belegschaft
Verwaltungsrat

Das Sample zur Privatwirtschaft mit den 100 grössten Schweizer Arbeitgebern, so wie es seit 2006 analysiert wird, wird im gesamten Report mit Private Sector bezeichnet. Das Sample zur Gender-Diversity-Pipeline, für das die 250 bedeutendsten Schweizer Unternehmen angefragt wurden, wird mit Gender-Diversity-Pipeline betitelt. Sowohl für den Private Sector als auch die Gender-Diversity-Pipeline werden die 20 Unternehmen des Swiss Market Index (SMI) gesondert ausgewertet. Das Sample des öffentlichen Sektors beinhaltet alle 26 Kantone sowie die Bundesverwaltung und wird Public Sector genannt. Der Stichtag für die Erhebungen zu den 100 grössten Arbeitgebern und zum öffentlichen Sektor ist der 31. Dezember 2019. Da die Daten zur Gender-Diversity-Pipeline nur alle zwei Jahre erhoben werden, ist der Stichtag dort der 31. Dezember 2018.

Für die Gender-Diversity-Pipeline werden zusätzlich zur Geschäftsleitung auch die zwei Führungsstufen unterhalb der Geschäftsleitung bezüglich Frauenanteilen beleuchtet, um sichtbar zu machen, ob in der darunterliegenden Managementstufe überhaupt ein Potenzial an Frauen vorhanden ist, die sich auf die nächsthöhere Stufe entwickeln können. Mit Topmanagement sind die Führungsteams der Geschäftsleitungsmitglieder und unter Middle Management die Direct Report an das Topmanagement gemeint. So gibt diese Analyse einen Überblick zu den drei obersten operativen Führungsstufen der Unternehmen. Als Vergleich dazu wird auch der entsprechende Wert der gesamten Belegschaft angeschaut.

Die Grösse eines Samples kann sich von Fragestellung zu Fragestellung unterscheiden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass für manche Erhebungen nicht von allen Personen die vollständigen Daten vorliegen. Alle Prozentangaben wurden – bis auf wenige Ausnahmen – gemäss den gängigen Regeln auf ganze Zahlen gerundet, da Kommastellen eine Genauigkeit vorspiegeln, die nicht der Realität entspricht.

Den im Untersuchungsjahr neu in die Gremien eingetretenen Personen kommt in der Auswertung eine besondere Bedeutung zu, da sich an ihnen Neuerungen und Trends oftmals besser aufzeigen lassen.

Das Sample Private Sector beinhaltet sowohl Konzerne als auch deren Tochtergesellschaften, welche den Kriterien der Auswahl genügen. Diese vermeintliche Doppelspurigkeit erweist sich als notwendig, da manche Tochtergesellschaften eine dominante Rolle im Schweizer Markt einnehmen. So wurde beispielsweise sowohl die Konzernmutter Zurich Insurance Group als auch die Schweizer Ländergesellschaft Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG ausgewertet. Weitere Beispiele für eine Mehrfacherfassung sind die UBS AG und die Credit Suisse Group AG mit ihren Tochtergesellschaften UBS Switzerland AG respektive Credit Suisse (Schweiz) AG. Bei der Erhebung der Verwaltungsräte wurden die Tochtergesellschaften, Ländergesellschaften und Konzerndivisionen konsequenterweise weggelassen.

GL/Topkader/Gender-Diversity-PipelinePrivate SectorPublic SectorGender-Diversity-Pipeline
202020192020201920202019
Total untersuchte Unternehmen/Organisationen1381382727 249
Effektiv im Report enthaltene Unternehmen/
Organisationen
118100%117100%27100%27100% 129100%
Vollständige Angaben verfügbar11597%11497%2074%2074% 11791%

Die Grösse des Private-Sector-Samples variiert über die Jahre aufgrund von Fusionen, Übernahmen und der Zusammensetzung des SMI. Auch Veränderungen innerhalb eines Unternehmens können zur Folge haben, dass die zugrunde liegenden Kriterien für die Aufnahme in den schillingreport nicht mehr erfüllt werden. Aktuell wurden für den Private Sector 900 Geschäftsleitungsmitglieder in 118 Unternehmen untersucht. Für den Public Sector wurden in 26 Kantonen und der Bundesverwaltung 1027 Topkader untersucht. Für die Analyse der Gender-Diversity-Pipeline wurden die letztjährigen Zahlen von 129 Unternehmen übernommen.

VR/Bundes- und Regierungsrat/
Gender- Diversity-Pipeline
Private SectorPublic SectorGender-Diversity-Pipeline
202020192020201920202019
Total untersuchte Unternehmen/Organisationen99992727249
Effektiv im Report enthaltene Unternehmen/
Organisationen
90100%89100%27100%27100%129100%
Vollständige Angaben verfügbar8696%8899%27100%27100%12194%

Das Sample der Verwaltungsräte im Private Sector ist kleiner als jenes der Geschäftsleitungen, da die Verwaltungsräte von Schweizer Ländergesellschaften sowie solche von Konzerndivisionen nicht einbezogen wurden. Eine Erhebung dieser Gremien würde das Bild des Samples verzerren. Aktuell wurden 825 Verwaltungsratsmitglieder in 90 Unternehmen untersucht. Für den Public Sector wurden 160 Bundesrats- und Regierungsratsmitglieder bezüglich der Frauenanteile analysiert. Für die Gender-Diversity-Pipeline wurden die Verwaltungsräte von 129 Unternehmen evaluiert.

Branchenverteilung der untersuchten Unternehmen

Im schillingreport 2020 sind für den Private Sector 118 Unternehmen aus 11 verschiedenen Branchen vertreten. Es dominieren die Produzierende Industrie (35) und Retail/Consumer Goods (17). Die Finanzdienstleister – Versicherungen und Banken zusammengenommen – sind mit 24 Unternehmen vertreten.

Für die Gender-Diversity-Pipeline wurden 129 Unternehmen aus 11 verschiedenen Branchen untersucht. Es dominieren die Banken und die Produzierende Industrie mit jeweils 27 teilnehmenden Unternehmen. Die Finanzdienstleister – Versicherungen und Banken zusammengenommen – sind mit 39 Unternehmen vertreten.

4 Die Führungsgremien der Unternehmen und des öffentlichen Sektors

Das erste Hauptkapitel des schillingreport beleuchtet die Zusammensetzung der Geschäftsleitungen und der Verwaltungsräte der Privatwirtschaft und die Zusammensetzung der Topkader sowie der Bundes- und Regierungsräte des öffentlichen Sektors.

4.1 Zusammensetzung der Gremien

Geschäftsleitungen und Topkader

Zusammensetzung der GL und TopkaderPrivate SectorPublic Sector
GesamtsampleNeueGesamtsampleNeue
Anzahl Unternehmen/Organisationen11827
Total Mitglieder900100%159100%1027100%77100%
Anteil Frauen9410%3321%20420% 2938%
Anteil Männer80690%12679%82380%4862%
Anteil Schweizer50056%8153%
Anteil Ausländer39544%7347%
Anteil Neue15918%777%

In den Geschäftsleitungen entwickelte sich der Frauenanteil während der Jahre 2006 bis 2016 von 4% auf 6% mit durchgehend relativ tiefen Frauenanteilen unter den neu gewählten Geschäftsleitungsmitgliedern. 2017 schaffte der Private Sector den Sprung von 6% auf 8% weibliche Geschäftsleitungsmitglieder, fiel 2018 wieder auf 7% zurück und stieg letztes Jahr mit 18% Frauenanteil unter den Neuen auf 9%. Dieses Jahr erreicht der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen des Private Sector dank 21% Frauen unter den neu Berufenen mit 10% erstmalig einen zweistelligen Wert. Der öffentliche Sektor erreicht im Topkader einen Frauenanteil von 20% und liegt damit doppelt so hoch wie die Privatwirtschaft. Die Fluktuation im Public Sector ist mit 7% tiefer als in der Privatwirtschaft mit 18%, jedoch liegt der Frauenanteil unter den neu berufenen Topkadern mit 38% deutlich höher als in der Privatwirtschaft mit 21%. So gelang der öffentlichen Verwaltung ein Sprung von 18% auf 20% weibliche Topkader.

Die Ausländeranteile wurden nur für die Unternehmen der Privatwirtschaft erhoben, da der Public Sector im Topkader nahezu ausschliesslich Schweizerinnen und Schweizer beschäftigt und eine Erhebung der Ausländeranteile keinerlei Relevanz hat. Im Private Sector sinkt der Ausländeranteil in den Geschäftsleitungen von 45% auf 44%, wobei die neu im Erhebungsjahr hinzugekommenen Geschäftsleitungsmitglieder zu 47% Ausländer sind. Anders ausgedrückt, verfügt fast die Hälfte der neu berufenen Geschäftsleitungsmitglieder nicht über einen Schweizer Pass.

Verwaltungsräte und Bundes-/Regierungsräte

Zusammensetzung der Verwaltungsräte und Bundes-/RegierungsrätePrivate SectorPublic Sector
GesamtsampleNeueGesamtsample
Anzahl Unternehmen/Organisationen9027
Total Mitglieder825100%94100%160100%
Anteil Frauen18923%3032%4126%
Anteil Männer63677%6468%11974%
Anteil Schweizer50963%5359%
Anteil Ausländer30637%3141%
Anteil Neue9411%

In den Verwaltungsräten der Privatwirtschaft finden sich 23% weibliche Mitglieder (2019 21%). Unter den neu gewählten Verwaltungsratsmitgliedern sind 32% weiblich. Jeder dritte vakante Verwaltungsratssitz wurde somit mit einer Frau besetzt. Im Vorjahr konnte ein Spitzenwert von 38% verzeichnet werden. Die politischen Gremien des Bundes und der Kantone weisen bereits 26% (2019 25%) Bundes- und Regierungsrätinnen auf, wobei der Bund 43% (2019 29%) Bundesrätinnen zählt.

Der Ausländeranteil in den Verwaltungsräten der Privatwirtschaft beträgt 37% (2019 39%), wobei 41% der neu gewählten Verwaltungsratsmitglieder über keinen Schweizer Pass verfügen. Im Public Sector wird auf diese Erhebung verzichtet, da die politischen Ämter ausschliesslich Schweizern vorbehalten sind.

4.2 Verantwortungsbereiche der Topkader des Bundes und der Kantone sowie der Geschäftsleitungsmitglieder

Die Verantwortungsbereiche der Topkader des Bundes und der Kantone

GesamtsampleBundeskanzler/
Staatsschreiber/innen
Generalsekretäre/
Generalsekretärinnen
Amtsleiter/innen
Bestehende95027142781
Neue77-1958
Total102727161839

Im Topkader des Public Sector wird neben dem Gesamtsample nach 3 Verantwortungsbereichen oder Funktionsgruppen unterschieden. Zum einen werden die 26 Staatsschreiber/innen und der Bundeskanzler separat betrachtet, zum anderen die Generalsekretärinnen und Generalsekretäre sowie die Amtsleiter/innen.

Die Verantwortungsbereiche der Geschäftsleitungsmitglieder
Bei den Geschäftsleitungsmitgliedern wird unterschieden zwischen Business- und Service-Funktionen. Als Business-Funktion gelten alle umsatzrelevanten Rollen im Unternehmen bzw. jene Funktionen, die im Kerngeschäft des Unternehmens sind wie z.B. Sales, Marktverantwortungen, Forschung und Entwicklung und Produktion. Unter Service-Funktion werden alle Rollen zusammengefasst, die eine Support-Funktion im Unternehmen und keine direkte umsatztreibende Wirkung haben wie z.B. Human Resources und Kommunikation.

Verantwortungsbereiche der GL-MitgliederVerantwortungsbereiche neuer GL-Mitglieder
Business-FunktionService-FunktionBusiness-FunktionService-Funktion
Gesamtsample54761%35339%8654%7346%
Männer51364%29336%7257%5443%
Frauen3438%6062%1442%1958%

61% der Geschäftsleitungsmitglieder sind in einer Business-Funktion tätig, unter den Neuen wurden 54% mit einer Business-Rolle betraut. Unter den Frauen finden sich nur 38% in einer Business-Funktion, unter den Neuen 42%. Während die Mehrheit der Frauen (62%) eine Support-Einheit führt, sind zwei Drittel der männlichen Geschäftsleitungsmitglieder (64%) im Kerngeschäft des Unternehmens tätig und nur ein Drittel in der Führung von Service-Einheiten.

4.3 Erfahrung der Gremiumsmitglieder

Bei der Betrachtung der Erfahrung der Gremiumsmitglieder kristallisieren sich im Private Sector zwei Fragestellungen als zentral heraus: Welche berufliche Entwicklung durchliefen Geschäftsleitungs- und Verwaltungsratsmitglieder, bevor sie in ein Gremium bestellt wurden? Und wie lange sind sie bereits im Unternehmen tätig? In der öffentlichen Verwaltung hingegen stellt sich die Frage nach der Durchlässigkeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor.

Private Sector

Geschäftsleitungen

Erfahrung der GL-MitgliederGesamtsampleNeue
Grösse des Samples873100%152100%
Vorher im Unternehmen tätig51359%7549%
Vorher in anderer GL tätig18521%4228%
Vorher im Unternehmen und in anderer GL tätig617%1510%
Keine Erfahrung im Unternehmen oder in anderer GL11413%2013%

66% der Geschäftsleitungsmitglieder waren bereits vor ihrer Berufung in die Geschäftsleitung im Unternehmen tätig und wurden somit intern rekrutiert. Dies zeigt, wie wichtig das interne Talentmanagement ist. 28% der Geschäftsleitungsmitglieder waren bereits vor ihrer Berufung in einem anderen Unternehmen in der Geschäftsleitung tätig. Demgegenüber weisen nur 13% keine relevante Erfahrung im Unternehmen selbst oder in einer anderen Geschäftsleitung auf. Hierbei kann es sich auch um Manager handeln, die aus Grosskonzernen eingestellt wurden und nicht im obersten Führungsgremium der Unternehmung einsassen, sondern z.B. auf Stufe Geschäftsbereich in einer Führungsposition unterhalb der Konzernleitung tätig waren. Unter den neuen Geschäftsleitungsmitgliedern zeigt sich, dass 13% der Neuen weder Erfahrung aus einer anderen Geschäftsleitung mitbringen noch unternehmensintern rekrutiert wurden. 59% der Manager unter den Neuen waren vor ihrer Berufung in die Geschäftsleitung bereits im Unternehmen tätig. 38% der Manager unter den Neuen bringen Erfahrung aus einer anderen Geschäftsleitung mit.

Durchschnittliche Erfahrung der GL-Mitgliederin aktueller GLim Unternehmenim Unternehmen bis
Eintritt in GL
Gesamtsample5 Jahre
Vorher im Unternehmen tätig5 Jahre17 Jahre12 Jahre
Vorher im Unternehmen und in anderer GL tätig4 Jahre10 Jahre6 Jahre
Vorher in anderer GL tätig4 Jahre
Keine Erfahrung im Unternehmen oder in anderer GL4 Jahre

Besonders interessant ist der Blick auf die durchschnittliche Erfahrung der Geschäftsleitungsmitglieder. Betrachtet man den Zeitraum, über den ein Geschäftsleitungsmitglied in einem Unternehmen angestellt ist, zeigt sich, dass intern beförderte Manager länger im Unternehmen tätig sein müssen (durchschnittlich 12 Jahre), bis sie in die Geschäftsleitung berufen werden, als Geschäftsleitungsmitglieder, die extern Erfahrung auf gleicher Hierarchieebene sammelten – wenn auch nur bei einem KMU. Diese werden durchschnittlich nach nur 6 Jahren in das Führungsgremium berufen.

Verwaltungsräte

Herkunft der VR-MitgliederGesamtsampleNeue
Vorher im Unternehmen tätig12916%1213%
Vorher CEO im Unternehmen1915%325%
Vorher GL-Mitglied im Unternehmen2217%217%
Vorher GL-Mitglied und CEO im Unternehmen86%18%
Vorher weder GL-Mitglied noch CEO im Unternehmen8062%650%

In diesem Jahr wurden insgesamt 825 Verwaltungsratsmitglieder untersucht. Von diesen waren 129 bereits vor ihrem Eintritt in den Verwaltungsrat im Unternehmen tätig (16%). Davon waren 15% als CEO angestellt, 17% gehörten der Geschäftsleitung an, und 6% hatten beide Ämter inne. Die Erfahrung im eigenen Unternehmen ist folglich durchaus ein Kriterium für die Wahl in den Verwaltungsrat. Noch spannender ist aber, dass von allen 825 Verwaltungsratsmitgliedern 12% in der Geschäftsleitung einer anderen vom schillingreport erfassten Unternehmung tätig waren, bevor man sie in den aktuellen Verwaltungsrat berief. 60 Personen sitzen gleichzeitig in mehreren Verwaltungsräten des untersuchten Samples ein und besetzen insgesamt 138 Sitze. 14 Geschäftsleitungsmitglieder sitzen zudem gleichzeitig im Verwaltungsrat einer anderen im Report einbezogenen Unternehmung ein.

Durchschnittliche Erfahrung der VR-Mitgliederin aktuellem VRim Unternehmenim Unternehmen bis
Eintritt in VR
Gesamtsample6 Jahre
Vorher operativ im Unternehmen tätig8 Jahre21 Jahre13 Jahre

Das durchschnittliche Verwaltungsratsmitglied ist seit 6 Jahren im Amt. Verwaltungsratsmitglieder, die zuvor operativ im Unternehmen tätig waren, weisen mit 8 Jahren ein etwas längeres Dienstalter auf. Sie gehören dem Unternehmen im Schnitt seit 21 Jahren an und wurden nach 13-jähriger Tätigkeit in den Verwaltungsrat berufen. Die neuen Verwaltungsratsmitglieder wurden nach einem durchschnittlichen Dienstalter von 9 Jahren in das strategische Führungsgremium gewählt.

Public Sector

Bei der Betrachtung der Erfahrung der Topkader der öffentlichen Verwaltung steht die Frage nach der Durchlässigkeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor im Vordergrund. Zudem interessiert, welche berufliche Entwicklung diese Personen durchlaufen hatten, bevor sie in ihre aktuelle Rolle gelangten, und wie lange sie bereits beim Kanton/Bund tätig sind.

Dienstalter

GesamtsampleBundeskanzler/
Staatsschreiber/innen
Generalsekretäre/
Generalsekretärinnen
Amtsleiter/innen
7 Jahre8 Jahre7 Jahre7 Jahre
Frauen5 Jahre5 Jahre4 Jahre5 Jahre
Männer7 Jahre10 Jahre8 Jahre7 Jahre

Das Dienstalter der untersuchten Personen beträgt durchschnittlich 7 Jahre. Die männlichen Staatsschreiber haben dabei das höchste Dienstalter mit 10 Jahren Tätigkeit in der aktuellen Rolle. Über alle Samples hinweg zeigt sich, dass die Frauen jeweils auf eine kürzere Tätigkeit in der aktuellen Position zurückblicken als ihre männlichen Kollegen. Auch hier stechen die Staatsschreiber und Staatsschreiberinnen hervor. Das Dienstalter der Staatsschreiber ist durchschnittlich 5 Jahre höher als jenes ihrer Kolleginnen.

Erfahrung

GesamtsampleDienstalter in aktueller
Position
Dienstalter
beim Kanton
Eintritt in Kanton bis
Eintritt in akt. Position
Vorher im gleichen Kanton tätig (nahtlos)46953%7 Jahre19 Jahre12 Jahre
Vorher nicht im gleichen Kanton tätig38243%7 Jahre

53% der Personen waren vor der Übernahme ihrer aktuellen Position bereits ohne Unterbruch beim gleichen Kanton wie heute bzw. beim Bund beschäftigt. Somit hat sich über die Hälfte dieser Topkader intern entwickelt. Im Durchschnitt sind diese Personen seit 19 Jahren beim Bund/Kanton tätig, gelangten nach 12 Jahren in die aktuelle Position und arbeiten in dieser seit durchschnittlich 7 Jahren. Die von extern in ihre Position berufenen Personen, die vorher also nicht beim gleichen Kanton bzw. in der Bundesverwaltung tätig waren, arbeiten ebenfalls seit 7 Jahren in der aktuellen Position. Weitere 4% kamen von extern in ihre Position, waren aber zu einem früheren Zeitpunkt bereits beim gleichen Kanton oder beim Bund tätig.

Durchlässigkeit

GesamtsampleBundeskanzler/
Staatsschreiber/innen
Generalsekretäre/
Generalsekretärinnen
Amtsleiter/innen
Vorher schon im gleichen Kanton tätig50256%1456%8362%40558%
Vorher in Privatwirtschaft tätig24633%418%3533%20834%
Vorher in öff.-rechtl. Umfeld tätig38451%1568%4846%32152%
Vorher in Privatwirtschaft und öff.-rechtl. Umfeld tätig11616%314%2221%9115%

Insgesamt waren 56% der untersuchten Topkader bereits vor ihrer aktuellen Position beim heutigen Arbeitgeberkanton/beim Bund tätig: 93% davon ohne Unterbruch, 7% sind Führungskräfte, die den Kanton/Bund verlassen hatten und wieder zurückkamen. 49% der untersuchten Personen waren bereits einmal in der Privatwirtschaft tätig, bevor sie ihre aktuelle Position übernahmen, 2019 waren es mit 48% etwas weniger. 2018 waren es 49% und 2017 47%. Die Durchlässigkeit zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor bleibt konstant. 67% übten zuvor eine Tätigkeit bei einer anderen öffentlichen Verwaltung aus. 16% waren zuvor sowohl in der Privatwirtschaft als auch in einer anderen öffentlichen Verwaltung tätig. Dies zeigt, dass viele Führungskräfte der öffentlichen Hand über ihre gesamte Berufslaufbahn hinweg auf zahlreiche Erfahrungen zurückgreifen, die über die aktuelle Organisation hinausreichen und auch einen «professionellen» Blick über den Tellerrand erlauben.

Von den 77 neu in die Position gelangten Personen wurden 57% intern rekrutiert (2019 47%). 28% der Neuen waren zuvor in einer anderen öffentlichen Verwaltung tätig, ebenso haben 34% Erfahrung aus der Privatwirtschaft, 18% haben sowohl Erfahrung aus einer anderen öffentlichen Verwaltung als auch aus der Privatwirtschaft, und 20% starteten ihre Karriere bereits bei ihrem aktuellen Arbeitgeber. Am häufigsten werden die Generalsekretärinnen und -sekretäre kantons-/bundesintern rekrutiert. 60% der untersuchten Generalsekretärinnen und -sekretäre gelangten von intern in ihre Position. Bei den Staatsschreiber/innen und dem Bundeskanzler sind es 52%, bei den Amtsleiter/innen 56%. Über die Hälfte der Generalsekretärinnen und -sekretäre (54%) bringt Erfahrung aus der Privatwirtschaft mit, bei den Amtsleiter/innen sind es 49% und bei den Vorsteherinnen und Vorstehern der Kanzleien 32% (2019 32%).

4.4 Alter der Gremiumsmitglieder

Oftmals wird das Alter einer Person mit deren Erfahrung gleichgesetzt. Dieses Kapitel zeigt, wie alt die Gremiumsmitglieder im Schnitt sind und wie sich ihr Durchschnittsalter über die Jahre verändert hat.

Private Sector

Geschäftsleitungen

Durchschnittsalter der GL-MitgliederGesamtsampleNeue
Total Mitglieder53 Jahre49 Jahre
Männer53 Jahre49 Jahre
Frauen50 Jahre50 Jahre
Schweizer52 Jahre48 Jahre
Ausländer53 Jahre51 Jahre
SMI54 Jahre51 Jahre

Die Geschäftsleitungsmitglieder sind im Schnitt 53 Jahre und die neuen Geschäftsleitungsmitglieder 49 Jahre alt. Bei beiden hat sich das Durchschnittsalter in den letzten Jahren erhöht. Das Durchschnittsalter der Neuen stieg seit 2008 um 3 Jahre. Damals waren sie 46 Jahre alt. Der Altersanstieg machte sich 3 Jahre später auch im Gesamtsample bemerkbar: Im Jahr 2011 waren die Geschäftsleitungsmitglieder 50 Jahre alt – 3 Jahre jünger als heute. Weibliche Geschäftsleitungsmitglieder sind inzwischen 50 Jahre alt. Sie sind 3 Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen (53 Jahre). Die Schweizer sind 52 Jahre und die ausländischen Geschäftsleitungsmitglieder 53 Jahre alt. Unter den neuen Geschäftsleitungsmitgliedern sind die Ausländer mit 51 Jahren 3 Jahre älter als die Schweizer (48 Jahre).

Verwaltungsräte

Durchschnittsalter der VR MitgliederGesamtsampleNeue
Total Mitglieder59 Jahre55 Jahre
Männer60 Jahre56 Jahre
Frauen55 Jahre52 Jahre
Schweizer59 Jahre54 Jahre
Ausländer59 Jahre56 Jahre
SMI60 Jahre57 Jahre

Die Verwaltungsratsmitglieder sind seit 2011 im Schnitt unverändert 59 Jahre alt. Sie sind 4 Jahre älter als die neuen Verwaltungsratsmitglieder (55 Jahre). Verwaltungsrätinnen sind 55 Jahre alt – 5 Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen (60 Jahre). Die neuen Verwaltungsrätinnen sind 52 Jahre und die neuen männlichen Verwaltungsratsmitglieder 56 Jahre alt. Sowohl Schweizer als auch ausländische Verwaltungsratsmitglieder sind 59 Jahre alt. Unter den neuen Verwaltungsratsmitgliedern sind die Ausländer mit 56 Jahren 2 Jahre älter als die Schweizer (54 Jahre).

Public Sector

Topkader des Bundes und der Kantone

Durchschnittsalter der Topkader
des Bundes und der
Kantone
GesamtsampleBundeskanzler/
Staatsschreiber/innen
Generalsekretäre/
Generalsekretärinnen
Amtsleiter/innen
SampleNeueSampleNeueSampleNeueSampleNeue
Total Mitglieder53 Jahre49 Jahre 53 Jahre-50 Jahre46 Jahre53 Jahre50 Jahre
Männer53 Jahre49 Jahre55 Jahre-51 Jahre45 Jahre54 Jahre50 Jahre
Frauen50 Jahre48 Jahre49 Jahre-47 Jahre48 Jahre52 Jahre48 Jahre

Die Topkader der Bundes und der Kantone sind im Schnitt 53 Jahre und die neuen Topkader 49 Jahre alt. Das Durchschnittsalter der weiblichen Topkader liegt bei 50 Jahren. Die Männer sind 3 Jahre älter (53 Jahre). Die neuen weiblichen Topkader sind 48 Jahre und die neuen männlichen Topkader 49 Jahre alt. 

Das Durchschnittsalter der Bundeskanzler/innen und Staatsschreiber/innen lag seit Erhebungsbeginn 2016 bis letztes Jahr unverändert bei 52 Jahren. Für dieses Jahr konnte ein leichter Anstieg auf 53 Jahre beobachtet werden. Frauen sind 49 Jahre alt und somit 6 Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen (55 Jahre).

Das Durchschnittsalter der Generalsekretärinnen und Generalsekretäre liegt gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 50 Jahren. Seit Erhebungsbeginn 2016 ist das Durchschnittsalter um 1 Jahr gestiegen. Frauen sind 47 Jahre alt und somit 4 Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen (51 Jahre).

Das Durchschnittsalter der Amtsleiter/innen liegt gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 53 Jahren. Seit Erhebungsbeginn 2016 ist das Durchschnittsalter um 1 Jahr gestiegen. Frauen sind 52 Jahre alt und somit 2 Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen (54 Jahre).

4.5 Verweildauer der ausgetretenen Gremiumsmitglieder

Dieses Unterkapitel zeigt auf, wie lange die Mitglieder, die im Erhebungszeitraum aus dem Gremium ausgetreten sind, in ihrer Funktion tätig waren. Diese Betrachtung bietet interessante Einblicke, wie sich Frauen, Männer, Schweizer/innen und Ausländer/innen hinsichtlich ihrer Verweildauer unterscheiden.

Private Sector

Geschäftsleitungen

Durchschnittliche Verweildauer der ausgetretenen
GL-Mitglieder
in GLin GL (vorher nicht im Unternehmen)in GL (vorher im Unternehmen)im Unternehmen
Total Mitglieder1435489
Sample7 Jahre7 Jahre6 Jahre11 Jahre
Männer7 Jahre7 Jahre6 Jahre11 Jahre
Frauen5 Jahre5 Jahre6 Jahre18 Jahre
Schweizer 8 Jahre9 Jahre7 Jahre10 Jahre
Ausländer5 Jahre5 Jahre6 Jahre12 Jahre

Im vergangenen Jahr traten 143 Geschäftsleitungsmitglieder aus dem Gremium aus. Sie waren im Schnitt 7 Jahre in der Geschäftsleitung tätig – 1 Jahr länger als im Vorjahr. Die 14 weiblichen Geschäftsleitungsmitglieder blieben 5 Jahre, die 129 Männer 7 Jahre im Amt. Frauen verbleiben folglich weniger lang in der Geschäftsleitung als Männer. Im Vorjahr waren Männer ebenfalls 7 Jahre in der Geschäftsleitung tätig und damit fast doppelt so lang wie die ausgetretenen Frauen (4 Jahre).

Weibliche Mitglieder, die innerhalb des Unternehmens in die Geschäftsleitung berufen wurden, blieben 6 Jahre im Amt. Extern berufene Frauen waren 5 Jahre in der Geschäftsleitung tätig. Bei den Männern zeigt sich ein umgekehrtes Bild: Männer, die sich innerhalb des Unternehmens in die Geschäftsleitung entwickelten, blieben 6 Jahre, extern berufene 7 Jahre.

Die Schweizer blieben 8 Jahre in der Geschäftsleitung, die Ausländer mit 5 Jahren deutlich weniger lang. Bereits in den beiden Vorjahren galt, dass Schweizer länger in der Geschäftsleitung verblieben als Ausländer.

Verwaltungsräte

Durchschnittliche Verweildauer der ausgetretenen VR-Mitgliederin VRTotal Mitglieder
Sample8 Jahre72
Männer8 Jahre61
Frauen8 Jahre11
Schweizer9 Jahre40
Ausländer6 Jahre32

Im vergangenen Jahr traten 72 Verwaltungsratsmitglieder aus dem Gremium aus. Sie waren im Schnitt 8 Jahre im Verwaltungsrat tätig – 2 Jahre weniger als im Vorjahr. Sowohl die 11 Verwaltungsrätinnen als auch die 61 Verwaltungsräte waren 8 Jahre (2019 beide 11 Jahre) im Amt. Die Schweizer blieben im vergangenen Jahr 9 Jahre im Verwaltungsrat, die Ausländer 6 Jahre. Bereits in den beiden Vorjahren galt, dass die Schweizer länger im Verwaltungsrat verblieben als die Ausländer.

Public Sector

Topkader des Bundes und der Kantone

Durchschnittliche Verweildauer der ausgetretenen Topkader des Bundes und der KantoneGesamtsampleBundeskanzler/
Staatsschreiber/innen
Generalsekretäre/
Generalsekretärinnen
Amtsleiter/innen
Sample10 Jahre-11 Jahre9 Jahre
Männer10 Jahre-12 Jahre10 Jahre
Frauen6 Jahre-7 Jahre6 Jahre

Im vergangenen Jahr traten 92 Topkader des Bundes und der Kantone aus ihrem Gremium aus. Für 79 Topkader liegen Daten zum Eintrittszeitpunkt ins Gremium vor. Im Schnitt blieben die Topkader 10 Jahre im Amt – 1 Jahr weniger als im Vorjahr. Männer waren 10 Jahre in ihrer Position, Frauen 6 Jahre. Im Vorjahr blieben Männer 1 Jahr länger in ihrer Position, Frauen 2 Jahre länger. Über alle Gruppen hinweg blieben Männer länger im Amt als Frauen. Bei den Staatsschreiber/innen sind keine Austritte zu verzeichnen. Die 18 Generalsekretäre und Generalsekretärinnen blieben 11 Jahre im Amt – die 13 Männer 12 Jahre, die 5 Frauen 7 Jahre. Die 61 Amtsleiter/innen blieben im Schnitt 9 Jahre im Amt – die 53 Männer 10 Jahre, die 8 Frauen 6 Jahre.

5 Die Gender Diversity der Unternehmen und des öffentlichen Sektors

In diesem Kapitel stehen die Frauenanteile in den untersuchten Samples des privaten und des öffentlichen Sektors sowie die Gender-Diversity-Pipeline der teilnehmenden Unternehmen im Vordergrund. Das Sample Gender-Diversity-Pipeline, für das die 250 bedeutendsten Schweizer Unternehmen angefragt wurden, ist ein anderes Sample als jenes der 100 grössten Schweizer Arbeitgeber, das seit 2006 untersucht wird. Die Zahlen zur Gender-Diversity-Pipeline werden im Zweijahresrhythmus erhoben. Für den diesjährigen Report liegen keine neuen Zahlen vor, es gelten jene von 2019. Dieses Kapitel gibt dieses Jahr daher nur einen kurzen Überblick.

StufeGender-Diversity-PipelinePublic Sector
VR-Präsidium3%
Verwaltungsrat/Regierungs- und Bundesrat19%25%
CEO4%
Geschäftsleitung/Topkader10%18%
Topmanagement16%22%
Middle Management24%28%
Gesamtbelegschaft38%47%

Der Frauenanteil im Verwaltungsrat der untersuchten 129 Unternehmen beträgt 19% und liegt damit 2 Prozentpunkte über dem Wert der letzten Erhebung 2017. Bei den VR-Präsidien beträgt er 3% (2017 4%). Während in der operativen Gesamtbelegschaft 38% Frauen vertreten sind, sind es im Middle Management 24% und im Topmanagement 16%. Es lässt sich ein deutlicher und kontinuierlicher Rückgang des Frauenanteils von einer Hierarchiestufe zur nächsthöheren feststellen. Auf Stufe Geschäftsleitung nimmt dieser Anteil noch einmal stark ab; die untersuchten Unternehmen kommen auf 10% Frauen, was allerdings 1 Prozentpunkt über dem Schnitt der 100 grössten Arbeitgeber liegt. Auf all diesen Ebenen stieg der Anteil Frauen seit 2017 an, jeweils zwischen 1 und 3 Prozentpunkten. Auf Stufe CEO finden sich 4% Frauen. Im Sample des Public Sector haben 14 Kantone und der Bund ihre Frauenanteile auf den Stufen unter dem Topkader ausgewertet, und es zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei den 129 privatwirtschaftlichen Unternehmen, allerdings mit höheren Werten. Für das Topkader wurden alle 26 Kantone sowie die Bundesverwaltung ausgewertet. In den einbezogenen Kantonen findet sich in der Belegschaft fast die Hälfte Frauen (2017 49%), auf Stufe Middle Management sind es 28% (2017 24%) und im Topmanagement 22% (2017 22%).

Gender-Diversity-Pipeline Privatwirtschaft

Gender-Diversity-Pipeline Public Sector

Die obigen Zahlen lassen sich anhand dieser Grafiken sehr gut als Pipeline anzeigen, welche klar aufzeigt, dass die Frauenanteile in den unteren Stufen deutlich höher sind als auf Stufe Geschäftsleitung. Die Pyramidenform ist charakteristisch für viele teilnehmende Unternehmen sowie deren Branchenwerte, wobei es innerhalb der Branchen grosse Unterschiede bei den Frauenanteilen gibt.

6 Die Nationalitäten im Private Sector

Die Internationalisierung der Unternehmen verändert auch deren Führungsgremien. Gefragt sind heute nicht mehr die besten Manager der Schweiz, sondern die besten Köpfe weltweit. Ein Zeichen dafür ist auch, dass als Konzernsprache immer öfter Englisch verwendet wird. Diese Entwicklung ist eine gesonderte Betrachtung wert. Auf eine Auswertung der Nationalitäten in der öffentlichen Verwaltung wird verzichtet, da der Public Sector nahezu ausschliesslich Schweizerinnen und Schweizer beschäftigt und eine Erhebung der Ausländeranteile keinerlei Relevanz hat.

6.1 Geschäftsleitung

Übersicht der ausländischen GL-Mitglieder

ÜbersichtGesamtsampleNeue
Anzahl Unternehmen118
Total GL-Mitglieder895100%159100%
Anteil Ausländer39544%7346%
Anteil Ausländer395100%73100%
Anteil Frauen4812%2129%
Anteil Männer34788%5271%
Anteil CEOs118100%17100%
Anteil Ausländer4336%741%
Anteil SMI-GL-Mitglieder211100%42100%
Anteil Ausländer14267%2969%

Der Ausländeranteil in den Geschäftsleitungen erhöhte sich von 2006 bis 2011 kontinuierlich um 9 Prozentpunkte von 36% auf 45%. Seither scheint er sich auf diesem Niveau eingependelt zu haben und liegt aktuell bei 44%. Während die Ausländer unter den Neuen 2016 60% und 2017 64% ausmachten, waren es 2018 lediglich 38% und 2019 wieder 54%. Aktuell beträgt der Ausländeranteil unter den Neuen 46%. Die Zu- und Abgänge von ausländischen Managern in den Geschäftsleitungen waren etwa gleich hoch, weshalb der Ausländeranteil im Gesamtsample in etwa konstant blieb.

Nachdem der Ausländeranteil in den Geschäftsleitungen von SMI-Unternehmen von 2016 bis 2018 bei 63% stagniert hatte, stieg er 2019 auf 65% und erreicht aktuell 67%. Die SMI-Unternehmen liegen damit klar über dem Gesamtsample mit 44%, was einer Differenz von 23 Prozentpunkten entspricht.

Bei den CEOs sank der Ausländeranteil um 4 Prozentpunkte und liegt nun bei 36 % (2019 40%). Unter den Ausländern finden sich prozentual betrachtet mit 12% mehr Frauen als im Gesamtsample (10%). Unter den neuen Ausländern ist der Frauenanteil mit 29% ebenfalls höher als im Gesamtsample (21%). 2019 lag dieser Wert mit 18% etwas tiefer.

In 14 der untersuchten Unternehmen (12%) sitzen keine Schweizer in den Geschäftsleitungen, während die Geschäftsleitungen von 26 der 118 einbezogenen Unternehmen (22%) ausschliesslich mit Schweizern besetzt sind. Dieser Wert lag im Vorjahr 4 Prozentpunkte tiefer bei 18%. Beide Zahlen sind tief, was bedeutet, dass die Unternehmen durchmischte Führungsgremien in Bezug auf die Nationalität aufweisen.

Nationalität der ausländischen GL-Mitglieder

Die meisten ausländischen Geschäftsleitungsmitglieder stammen unverändert aus Deutschland (122 von 395, 31%). Die 101 Angelsachsen (USA, GB, AUS, CAN, IRL) machen zusammen einen Anteil von 26% (2019 26%) aus. Die 73 neuen ausländischen Geschäftsleitungsmitglieder stammen mehrheitlich aus den angelsächsischen Ländern und aus Deutschland. Hier zeigt sich, dass der Anteil der Deutschen, welche mit 28 Personen 38% (2019 23%) ausmachen, im Vergleich zum Vorjahr wieder zunimmt. Dagegen machen die 16 Angelsachsen nur 22% (2019 35%) aus.

6.2 Verwaltungsrat

Übersicht der ausländischen VR-Mitglieder

ÜbersichtGesamtsampleNeue
Anzahl Unternehmen90
Total VR-Mitglieder825100%94100%
Anteil Ausländer30637%3133%
Anteil Ausländer306100%31100%
Anteil Frauen7424%1032%
Anteil Männer23276%2168%
Anteil VRP90100%5100%
Anteil Ausländer2123%120%
Anteil SMI-VR-Mitglieder210100%30100%
Anteil Ausländer12861%1860%

Mit 37% sank der Ausländeranteil in den Verwaltungsräten im Vergleich zum Vorjahreswert um 2 Prozentpunkte und liegt 7 Prozentpunkte unter dem der Geschäftsleitungen (44%). Auch unter den Verwaltungsratspräsidenten finden sich mit 23% 2 Prozentpunkte weniger Ausländer als im Vorjahr. Der Ausländeranteil unter den CEOs sank von 40% auf 36%. Eine Betrachtung des Frauenanteils zeigt, dass dieser unter den ausländischen Verwaltungsratsmitgliedern mit 24% etwas höher ist als im Gesamtsample mit 23% und seit Beginn der Erhebung kontinuierlich anstieg. Unter den neuen Ausländern ist der Frauenanteil mit 32% deutlich höher als im Gesamtsample mit 24%. Bei den SMI-Unternehmen rangiert der Anteil der ausländischen Verwaltungsratsmitglieder mit 61% ganze 24 Prozentpunkte über dem aller Verwaltungsratsmitglieder (37%).

In 4 der untersuchten Unternehmen (4%) sitzen keine Schweizer im Verwaltungsrat, während die Verwaltungsräte von 17 der 90 einbezogenen Unternehmen (19%) ausschliesslich mit Schweizern besetzt sind.

Nationalität der ausländischen VR-Mitglieder

Die 71 Deutschen dominieren auch unter den 306 ausländischen Verwaltungsratsmitgliedern mit einem Anteil von 23%. Die zweitgrösste Gruppe stellen die USA mit 21% (63 Personen), gefolgt von Grossbritannien mit 9% (27) und Frankreich mit 5% (14). Betrachtet man die 109 Angelsachsen (USA, GB, CAN, AUS, IRL), so machen diese insgesamt 36% aus. In der Gesamtbetrachtung der deutschsprachigen Länder stellen Deutschland, Österreich und Liechtenstein zusammen 27% der ausländischen Verwaltungsratsmitglieder (84 Personen), was 9 Prozentpunkte unter den Angelsachsen liegt. Während die Deutschen in den Geschäftsleitungen also mehr als doppelt so viele Mitglieder stellen wie die US-Amerikaner, zeigt sich in den Verwaltungsräten ein anderes Bild: Zwar liegen die Deutschen auch hier vorne, stellen aber nur 13% mehr Verwaltungsratsmitglieder als die US-Amerikaner.

Die 31 neuen ausländischen Verwaltungsratsmitglieder zeigen auch dieses Jahr ein interessantes Bild. 2017 belegten die Deutschen und die Briten unter den neu berufenen Verwaltungsratsmitgliedern mit 17% (je 8 Personen) den ersten Platz, gefolgt von den USA mit 15% (7) sowie China und Frankreich mit 8% (4). 2018 rangierten die Deutschen mit 31% klar vor den USA mit 18% und den Briten mit 8%. Insgesamt stellten die Angelsachsen (USA, GB, CAN, IRL) gemeinsam 31% (12) der neuen ausländischen Verwaltungsratsmitglieder, während Deutschland und Österreich zusammen 33% (13) aufwiesen. 2019 rangierten die Deutschen mit 14% (7) der neuen ausländischen Verwaltungsratsmitglieder auf dem zweiten Platz hinter den USA mit 18% (9) und vor den Briten mit 10% (5). Die Angelsachsen stellten mit 36% somit mehr neue ausländische Verwaltungsratsmitglieder als Deutschland und Österreich zusammen mit 16%. Aktuell rangieren die Deutschen unter den neuen Verwaltungsratsmitgliedern mit 10% (3) wieder auf dem zweiten Platz hinter den USA mit 39% (12), aber noch vor den restlichen Angelsachen (Briten und Kanadiern), Niederländern und Spaniern mit je 6% (2).

6.3 Frauen

Übersicht

GeschäftsleitungVerwaltungsrat
GesamtsampleNeueGesamtsampleNeue
Total weibliche Mitglieder94100%33100%187100%28100%
Anteil Schweizerinnen4649%1236%11360%1864%
Anteil Ausländerinnen4851%2164%7440%1036%
Total weibliche CEOs/VRP3100%--5100%1100%
Anteil Schweizerinnen3100%--5100%1100%
Anteil Ausländerinnen--------
Total weibliche SMI-Mitglieder25100%14100%54100%8100%
Anteil Schweizerinnen520%321%2037%337.5%
Anteil Ausländerinnen2080%1179%3463%562.5%
Total weibliche SMI-CEOs/SMI-VRP----1100%--
Anteil Schweizerinnen----1100%--
Anteil Ausländerinnen--------

Unter den weiblichen Geschäftsleitungsmitgliedern finden sich mit 49% wieder mehr Schweizerinnen als vergangenes Jahr (45%). Auch in den Verwaltungsräten sitzen mit 60% mehr Schweizerinnen als letztes Jahr (58%), wobei sich der Wert über die letzten 5 Jahre um 60% eingependelt hat. Der Anteil der Ausländerinnen nahm über den gesamten Erhebungszeitraum sowohl in der Geschäftsleitung als auch im Verwaltungsrat fortlaufend zu, was darauf schliessen lässt, dass das Selbstverständnis für Frauen, die Karriere machen, im Ausland höher ist als in der Schweiz. Hier hat die Schweiz Nachholbedarf, und zwar gesellschaftlich, politisch und in den Unternehmen.

Nationalität der Ausländerinnen in den Geschäftsleitungen

Die grösste Gruppe unter den Ausländerinnen bilden die Deutschen: 26% (12) aller weiblichen ausländischen Geschäftsleitungsmitglieder haben einen deutschen Pass (2019 22%). Die Französinnen (10) folgen auf dem zweiten Platz mit 22% (2019 20%), aus den USA (9) stammen 20% (2019 17%) und jeweils 2 aus Italien, Belgien, Schweden und Australien (4%). Unter den Neuen finden sich 6 Deutsche (29%), 5 Amerikanerinnen (24%) und 3 Französinnen (14%). Ein etwas anderes Bild zeigen die 14 neuen weiblichen SMI-Geschäftsleitungsmitglieder: Von ihnen haben 21% (2019 14%) einen Schweizer Pass. Von den 11 ausländischen SMI-Managerinnen stammen 4 (36%) aus Deutschland, je 2 (18%) aus den USA und Frankreich und je 1 (9%) aus Kanada, Italien und Schweden. Auch hier bilden die Deutschen mit 36% die deutlich grösste Gruppe. Erwähnenswert ist, dass die SMI-Unternehmen seit 2012 wieder deutsche Managerinnen beschäftigen.

Nationalität der Ausländerinnen in den Verwaltungsräten

In den Verwaltungsräten sitzen 60% Schweizerinnen. Letztes Jahr waren es 58%, im Jahr davor schon 60%. Betrachtet man nur die 74 ausländischen Verwaltungsrätinnen, so machen die Angelsächsinnen 43% (32) aus, wobei über die Hälfte (24%, 18 Personen) einen US-amerikanischen Pass besitzt. Deutsche weibliche Verwaltungsratsmitglieder sind mit 19% (14) vertreten, Frankreich mit 5% (4), Schweden, China und die Niederlande stellen jeweils 4% oder 3 Verwaltungsrätinnen. Weitere 5 Länder stellen je 2 Frauen (3%) und je 1 Frau (1%). Klammert man die SMI-Unternehmen aus dieser Untersuchung aus, so stellt sich ein Schweizerinnenanteil von 70% (92) unter den 132 Verwaltungsrätinnen ein. Dies hängt damit zusammen, dass 46% (34) aller 74 ausländischen Verwaltungsrätinnen in SMI-Unternehmen tätig sind. Somit sind die im SMI notierten Unternehmen klar für die Globalisierung der Frauenanteile in den Verwaltungsräten verantwortlich.

7 Ein Blick auf interessante Untergruppen

Die umfangreichen Untersuchungsergebnisse zur Zusammensetzung des Private Sector sind die Grundlage für die nun folgenden gesonderten Betrachtungen interessanter Untergruppen und Branchen sowie deren Vergleich mit dem Gesamtsample. Die Auswertungen sollen eine Basis schaffen, um die Entwicklungen und Trends in der Schweiz besser zu verstehen.

7.1 CEOs und Verwaltungsratspräsidenten

Den CEOs und Verwaltungsratspräsidenten gilt ein besonderes Augenmerk. Ihre Daten wurden gesondert von der Gesamterhebung betrachtet, denn sie zeigen, wie es an der Spitze der Unternehmen aussieht.

Übersicht der CEOs und Verwaltungsratspräsidenten

CEOs

Übersicht der CEOsGesamtsampleNeue
Anzahl Unternehmen118
Total CEOs118100%17100%
Anteil Frauen33%--
Anteil Männer11597%17100%
Anteil Schweizer7564%1059%
Anteil Ausländer4336%741%
Anteil Neue1714%
Anteil SMI-CEOs20100%2100%
Anteil Frauen----
Anteil Männer20100%2100%
Anteil Schweizer1155%2100%
Anteil Ausländer945%--
Anteil Neue210%

Unter den 118 CEOs dominieren ganz klar die Männer. Es gibt nur 3 weibliche CEOs, nämlich Suzanne Thoma (BKW Energie AG), Philomena Colatrella (CSS Versicherung) und Magdalena Martullo-Blocher (EMS-Chemie Holding AG).

Der Ausländeranteil unter den CEOs ist mit 36% deutlich tiefer als im Gesamtsample aller Geschäftsleitungsmitglieder (44%) und 4 Prozentpunkte tiefer als vergangenes Jahr. Die ausländischen CEOs erreichten 2011 mit 44% den höchsten Anteil, dieser Wert ist seither rückläufig. Die SMI-CEOs zeigen hier ein etwas internationaleres Bild: 45% aller SMI-CEOs verfügen über einen ausländischen Pass (2019 45%). Im aktuellen Erhebungsjahr kamen insgesamt 17 CEOs neu in ihre Position, was einem Anteil von 14% entspricht.

Verwaltungsratspräsidenten

Übersicht der VRPGesamtsampleNeue
Anzahl Unternehmen90
Total VRP90100%5100%
Anteil Frauen56%120%
Anteil Männer8594%480%
Anteil Schweizer6977%480%
Anteil Ausländer2123%120%
Anteil Neue56%
Anteil SMI-VRP20100%1100%
Anteil Frauen15%--
Anteil Männer1995%1100%
Anteil Schweizer1365%--
Anteil Ausländer735%1100%
Anteil Neue15%

Unter den Verwaltungsratspräsidenten finden sich 5 Präsidentinnen. Dies sind Daniela Bosshardt-Hengartner (Galenica AG), Doris Russi Schurter (Helvetia Gruppe), Ursula Nold (Migros-Genossenschafts-Bund), Monika Ribar (SBB Schweizerische Bundesbahnen) und Nayla Hayek (The Swatch Group Ltd.). Der Frauenanteil bei den Verwaltungsratspräsidenten stieg von 3% auf 6%, bleibt aber weiterhin tief.

Unter den Verwaltungsratspräsidenten gibt es mit 23% relativ gesehen wenig Ausländer. Unter den Neuen finden sich nur 20% ausländische Verwaltungsratspräsidenten (2019 25%). 6% (5) der Verwaltungsratspräsidien wurden neu besetzt .

Nationalität der CEOs und Verwaltungsratspräsidenten

Nationalität der ausländischen CEOs

75 (64%) der 118 CEOs haben einen Schweizer Pass. Die 19 Deutschen (16%) bilden wie in den Geschäftsleitungen die grösste ausländische Gruppe. Die 7 US-amerikanischen CEOs (6%) rangieren auf dem zweiten Platz. Die französischen CEOs liegen mit 5 Vertretern (4%) auf Platz drei. Dahinter folgen Belgien und Spanien mit je 2 Vertretern (je 2%). Unter den 17 neu berufenen CEOs befinden sich 10 Schweizer (59%), während es im Vorjahr 65% waren. 24% der neuen CEOs sind Deutsche (4 Personen). Des Weiteren wurden je ein US-Amerikaner, ein Däne und ein Mexikaner berufen.

Nationalität der ausländischen Verwaltungsratspräsidenten

Es gibt prozentual gesehen mehr Schweizer Verwaltungsratspräsidenten als CEOs. Während 75 (64%) der 118 CEOs Schweizer sind, haben von den 90 Verwaltungsratspräsidenten 69 (77%) einen Schweizer Pass. Die 7 Deutschen bilden die grösste ausländische Gruppe und stellen 33% aller ausländischen Verwaltungsratspräsidenten. Es folgen die Italiener, die Belgier und die US-Amerikaner mit je 2 (10%) Verwaltungsratspräsidenten. Die ausländischen Verwaltungsratspräsidenten verteilen sich auf 12 Nationen, d.h., die meisten Länder sind nur einmal vertreten: Ein ähnliches Bild liess sich auch in den vergangenen Jahren beobachten.

Erfahrung der CEOs und Verwaltungsratspräsidenten

CEOs

Erfahrung der CEOsGesamtsampleNeue
Grösse des Samples118100%17100%
CEO kommt von intern8269%741%
CEO kommt von extern3631%1059%

69% (2019 71%) der CEOs waren bereits im Unternehmen tätig vor ihrer Ernennung und wurden somit intern berufen. Unter den neuen CEOs sind es mit 41% (2019 86%) deutlich weniger.

Durchschnittliche Erfahrung der CEOsals CEOin aktueller GLim Unternehmen
Gesamtsample4 Jahre
Intern berufene CEOs4 Jahre9 Jahre20 Jahre
Extern berufene CEOs4 Jahre

Die CEOs sind seit durchschnittlich 4 Jahren in ihrer Position. Intern berufene CEOs sind durchschnittlich seit 20 Jahren im Unternehmen beschäftigt, wurden nach 11 Jahren in die Geschäftsleitung und nach 5 Jahren in der Geschäftsleitung an die Unternehmensspitze berufen.

Verwaltungsratspräsidenten

Erfahrung der VRPGesamtsampleNeue
Grösse des Samples89100%5100%
VRP kommt von intern6876%360%
VRP kommt von extern2124%240%
Vorher in diesem VR tätig5968%120%
Vorher CEO in diesem Unternehmen2023%120%
Vorher GL-Mitglied im Unternehmen89%--

76% (2019 76%) der Verwaltungsratspräsidenten waren bereits operativ oder im Verwaltungsrat des Unternehmens tätig, bevor ihnen das Präsidium übertragen wurde. Nur 24% (2019 24%) der Präsidenten kamen als Unternehmensexterne in ihre Rolle. 68% (2019 66%) waren bereits im betreffenden Verwaltungsrat tätig, 23% (2019 25%) hatten zuvor die Position als CEO inne, und/oder 9% (2019 9%) waren in der Geschäftsleitung engagiert. Unter den neu berufenen Präsidenten finden sich 60% (2019 63%), die zuvor bereits im Verwaltungsrat tätig waren, und 20% (2019 13%), die vorher die CEO-Position im Unternehmen innehatten.

Erfahrung der VRPals VRPin aktuellem VRim Unternehmen
Gesamtsample6 Jahre
Vorher bereits in diesem VR tätig7 Jahre12 Jahre23 Jahre
Extern gewählte VRP5 Jahre

Durchschnittlich sind die Präsidenten seit 6 Jahren im Amt, die intern berufenen Präsidenten amten seit 7 Jahren in dieser Rolle und somit etwas länger. Jene Präsidenten, die bereits zuvor als Verwaltungsrat tätig waren, sind seit 12 Jahren im aktuellen Verwaltungsrat engagiert, und die zuvor operativ tätigen Präsidenten sind seit 23 Jahren im Unternehmen beschäftigt. Die extern gewählten Verwaltungsratspräsidenten sind seit 5 Jahren im Amt.

Alter der CEOs und Verwaltungsratspräsidenten

CEOs

Durchschnittsalter der CEOsGesamtsampleNeue
Grösse des Samples11514
Total Mitglieder54 Jahre54 Jahre
Männer54 Jahre54 Jahre
Frauen53 Jahre-
Schweizer54 Jahre54 Jahre
Ausländer55 Jahre55 Jahre
SMI56 Jahre61 Jahre

Das Durchschnittsalter der CEOs liegt bei 54 Jahren und hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Seit 2012 ist es jedoch um 2 Jahre gestiegen. Die CEOs sind 1 Jahr älter als der Durchschnitt der Geschäftsleitungsmitglieder. Das Durchschnittsalter der neuen CEOs liegt 1 Jahr (54 Jahre) über dem Vorjahr. Weibliche CEOs sind im Schnitt 53 Jahre alt und somit 1 Jahr jünger als ihre männlichen Kollegen (54 Jahre).

Verwaltungsratspräsidenten

Durchschnittsalter der VRPGesamtsampleNeue
Grösse des Samples905
Total Mitglieder62 Jahre58 Jahre
Männer63 Jahre61 Jahre
Frauen57 Jahre49 Jahre
Schweizer62 Jahre57 Jahre
Ausländer62 Jahre64 Jahre
SMI65 Jahre64 Jahre

Die Verwaltungsratspräsidenten sind durchschnittlich 62 Jahre alt und damit 3 Jahre älter als die Verwaltungsratsmitglieder (59 Jahre). Das Durchschnittsalter der Präsidenten ist gleich wie im Vorjahr und wieder auf dem gleichen Niveau wie zu Beginn der Erhebung im Jahr 2010. Die neu berufenen Verwaltungsratspräsidenten sind 58 Jahre alt – 2 Jahre jünger (60 Jahre) als im Vorjahr. Zudem sind sie 3 Jahre älter als die neuen Verwaltungsratsmitglieder (55 Jahre). Verwaltungsratspräsidentinnen sind 57 Jahre alt und damit 2 Jahre älter als Verwaltungsrätinnen (55 Jahre). 

Verweildauer der zurückgetretenen CEOs und Verwaltungsratspräsidenten

CEOs

Durchschnittliche Verweildauer der zurückgetretenen CEOsCEOExtern gewählte CEOsIntern berufene CEOsIn GL bis Berufung zum CEO
Grösse des Samples16214
Total Mitglieder6 Jahre5 Jahre6 Jahre3 Jahre
Männer6 Jahre5 Jahre6 Jahre3 Jahre
Frauen----
Schweizer5 Jahre-5 Jahre5 Jahre
Ausländer6 Jahre4 Jahre7 Jahre3 Jahre

Im vergangenen Jahr traten 16 CEOs von ihrem Amt zurück. Sie waren im Schnitt 6 Jahre als CEO tätig – 2 Jahre weniger als im Vorjahr. Keine Frau ist in diesem Jahr zurückgetreten. Im Vorjahr waren die zurückgetretenen männlichen CEOs 8 Jahre in ihrer Funktion tätig, die eine weibliche CEO 6 Jahre. Die Schweizer CEOs, die im vergangenen Jahr zurückgetreten sind, waren 5 Jahre im Amt, die Ausländer 6 Jahre. Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren gilt, dass die Schweizer CEOs ein Jahr weniger im Amt blieben als die ausländischen CEOs, die innerhalb ihres Unternehmens in ihre Position berufen wurden, waren 6 Jahre im Amt und damit länger als CEOs, die von extern kamen (5 Jahre).

Verwaltungsratspräsidenten

Durchschnittliche Verweildauer der zurückgetretenen VRPVRPin VR
Grösse des Samples7
Total Mitglieder6 Jahre10 Jahre
Männer6 Jahre10 Jahre
Frauen--
Schweizer6 Jahre12 Jahre
Ausländer4 Jahre4 Jahre

Im vergangenen Jahr traten 7 Verwaltungsratspräsidenten von ihrem Amt zurück. Sie waren im Schnitt 6 Jahre in ihrer Funktion tätig – 2 Jahre weniger als im Vorjahr. Die zurückgetretenen Präsidenten sind allesamt Männer. Im Gesamtverwaltungsrat waren sie 10 Jahre tätig, im Vorjahr waren es 12 Jahre. Die im vergangenen Jahr zürickgetretenen ausländischen Präsidenten blieben 4 Jahre im Amt und waren insgesamt 4 Jahre im Gesamtverwaltungsrat tätig, da sie alle von extern kamen. Schweizer übten ihr Amt 6 Jahre als Präsident und 12 Jahre im Gesamtverwaltungsrat aus.

7.2 SMI-Unternehmen

Der SMI ist als Blue-Chip-Index der bedeutendste Aktienindex der Schweiz und enthält die 20 grössten Titel aus dem SPI. Auf den SMI entfallen rund 85% der Gesamtkapitalisierung des Schweizer Aktienmarkts. SMI-Unternehmen sind Vorreiter in Sachen Globalisierung, aber auch in anderen Themenstellungen. Eine Untersuchung der SMI-Unternehmen als eigene Untergruppe bietet sich also an, weil sich an ihr wichtige Trends in Bezug auf die Entwicklung der Schweizer Führungsgremien ablesen lassen.

Zusammensetzung der SMI-Geschäftsleitungen

Zusammensetzung der SMI-GLGesamtsampleNeue
Anzahl Unternehmen20
Total GL-Mitglieder211100%42100%
Anteil Frauen2512%1433%
Anteil Männer18688%2867%
Anteil Schweizer6933%1331%
Anteil Ausländer14267%2969%
Anteil Neue4220%
Anteil SMI-CEOs20100%2100%
Anteil Schweizer1155%2100%
Anteil Ausländer945%--
Anteil Neue210%

In den SMI-Unternehmen entwickelte sich der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen über 8 Jahre positiv um 5 Prozentpunkte von 3% in 2006 auf erstmals 8% in 2013. Nach einem Rückgang 2014 auf 6% und einer zweijährigen Stagnation stieg er seit 2017 wieder an und erreichte 2019 10%. Aktuell besetzten die SMI-Unternehmen 33% der vakanten Geschäftsleitungspositionen mit Frauen und steigerten so den Frauenanteil in den Geschäftsleitungen auf 12%, was 2 Prozentpunkte über dem Gesamtsample (10%) liegt.

2013 erreichte der Ausländeranteil in den Geschäftsleitungen der SMI-Unternehmen mit 68% den bisher höchsten Wert. 2014 fiel er auf 65%, lag während 2015 und 2018 bei 63% und stieg 2019 wieder auf 65%. Aktuell verzeichnen die SMI-Unternehmen erneut einen etwas höheren Wert von 67%. Die im SMI notierten Unternehmen setzen ihre Geschäftsleitungsgremien somit deutlich internationaler zusammen als das Gesamtsample (44%). Die CEOs der SMI-Unternehmen zeigen eine interessante Entwicklung. Vor 4 Jahren betrug der Ausländeranteil unter den SMI-CEOs 71%, vor drei Jahren sank er auf 55%, vor zwei Jahren lag er bei 47% und erreichte letztes Jahr 45%. Aktuell verzeichnet der SMI ebenfalls 45% CEOs mit ausländischem Pass. Anders ausgedrückt, ist über die Hälfte der SMI-CEOs Schweizer.

Zusammensetzung der SMI-Verwaltungsräte

Zusammensetzung der SMI-VRGesamtsampleNeue
Anzahl Unternehmen20
Total VR-Mitglieder210100%30100%
Anteil Frauen5426%827%
Anteil Männer15674%2273%
Anteil Schweizer8239%1240%
Anteil Ausländer12861%1860%
Anteil Neue3014%
Anteil SMI-VRP20100%1100%
Anteil Schweizer1365%1100%
Anteil Ausländer735%--
Anteil Neue15%

Von den untersuchten Samples weisen die SMI-Verwaltungsräte mit 26% den höchsten Frauenanteil aus. Dieser Wert steigerte sich seit dem letzten Jahr um 2 Prozentpunkte. Dies gelang dank einem Frauenanteil von 27% unter den neuen SMI-Verwaltungsratsmitgliedern. In SMI-Verwaltungsräten steigt der Ausländeranteil im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozentpunkt auf 61%. Der Ausländeranteil unter den neuen SMI-Verwaltungsratsmitgliedern liegt bei 60%, während er letztes Jahr 86% und 2018 63% betrug. 13 von 20 SMI-Verwaltungsratspräsidenten haben einen Schweizer Pass, was einem Anteil von 65% entspricht.

Nationalität der SMI-Gremiumsmitglieder

Geschäftsleitungen

Die angelsächsischen Länder (USA, GB, AUS, CAN, IRL) stellen mit 52 Personen (37%) über ein Drittel der 142 ausländischen SMI-Geschäftsleitungsmitglieder. Deutschland belegt mit 18% (26 Personen) Rang 2 nach den USA mit 24% (34 Personen) und vor Frankreich mit 14% (20). Grossbritannien rangiert mit 8% (12) auf Rang 4. Die neuen SMI-Geschäftsleitungsmitglieder zeigen ein leicht anderes Bild: 31% der neuen ausländischen SMI-Geschäftsleitungsmitglieder sind Deutsche (9 Personen). Weiter sind 5 US-Amerikaner (17%) und 3 Briten (10.5%) unter den Neuen zu finden. Mit einem (3.5%) Kanadier machen die Angelsachsen zusammen 31% der neuen SMI-Geschäftsleitungsmitglieder aus. 2018 stellten die Angelsachsen nur 1 neues SMI-Geschäftsleitungsmitglied (1 US-Amerikaner, 5%), 2019 waren es 13 (8 US-Amerikaner, 29%; 5 Briten, 18%). Der Vergleich zwischen Gesamtsample und SMI zeigt, dass die deutschen Manager in den SMI-Unternehmen eine untergeordnete Rolle spielen, während sie unter den Ausländern des Gesamtsamples klar dominieren.

Verwaltungsräte

Eine ähnliche Verteilung zeigen die Verwaltungsräte der SMI-Unternehmen. Auch hier dominieren unter den 128 Ausländern die 54 Angelsachsen (USA, GB, CAN, AUS) mit 42%, wobei die 34 US-Amerikaner mit 27% die grösste Gruppe stellen. Die 19 Deutschen kommen an zweiter Stelle mit 15%, und die 11 Briten belegen Rang 3 mit 9%, dicht gefolgt von den 10 Franzosen mit 8%. Unter den 18 neu gewählten ausländischen Verwaltungsratsmitgliedern im SMI sind die 12 Angelsachsen (USA, GB, CAN) mit 67% die grösste Gruppe, gefolgt von den Niederländern mit 11% (2). Weitere 4 Nationen stellen je 1 (6%) neues Mitglied. Während die USA in den SMI-Unternehmen deutlich mehr Verwaltungsratsmitglieder stellen als Deutschland, beschäftigt das Gesamtsample mehr deutsche Verwaltungsratsmitglieder (71 Personen) als US-amerikanische (63).

Verantwortungsbereiche der SMI-Geschäftsleitungsmitglieder

Bei den Geschäftsleitungsmitgliedern wird unterschieden zwischen Business- und Service-Funktionen. Als Business-Funktion gelten alle umsatzrelevanten Rollen im Unternehmen bzw. jene Funktionen, die im Kerngeschäft des Unternehmens sind wie z.B. Sales, Marktverantwortungen, Forschung und Entwicklung sowie Produktion. Unter Service-Funktion werden alle Rollen zusammengefasst, die eine Support-Funktion im Unternehmen und keine direkte umsatztreibende Wirkung haben wie z.B. Human Resources und Kommunikation.

Verantwortungsbereiche der SMI-GL-MitgliederVerantwortungsbereiche neuer SMI-GL-Mitglieder
Business-FunktionService-FunktionBusiness-FunktionService-Funktion
Gesamtsample13564%7636%2355%1945%
Männer12567%6133%1761%1139%
Frauen1040%1560%643%857%

64% aller SMI-Geschäftsleitungsmitglieder üben eine Business-Funktion aus, unter den Neuen wurden 55% in eine Business-Rolle berufen. Beide Werte liegen über dem Gesamtsample (61% bzw. 54%). Unter den weiblichen SMI-Geschäftsleitungsmitgliedern finden sich 40% in einer Business-Funktion, von den Neuen wurden 43% mit einer Business-Funktion betraut. Ähnlich wie beim Gesamtsample ist weniger als die Hälfte der Frauen in einer Business-Funktion tätig, während zwei Drittel der Männer eine Business-Rolle innehaben.

Erfahrung der SMI-Gremiumsmitglieder

Geschäftsleitungen

Erfahrung der SMI-GL-MitgliederGesamtsampleNeue
Grösse des Samples211100%42100%
Vorher im Unternehmen tätig15071%2457%
Vorher in anderer GL tätig3316%1024%
Vorher im Unternehmen und in anderer GL tätig126%614%
Keine Erfahrung im Unternehmen oder in anderer GL168%25%

71% der SMI-Geschäftsleitungsmitglieder waren bereits vor ihrer Berufung in die Geschäftsleitung im gleichen Unternehmen beschäftigt. 16% sammelten zuvor Erfahrung in einer anderen Geschäftsleitung, 8% weisen keine relevante Erfahrung im Unternehmen selbst oder in einer anderen Geschäftsleitung auf. Von den neuen SMI-Geschäftsleitungsmitgliedern bringen 5% (2019 18%) keine relevante Erfahrung im Unternehmen selbst oder aus einer anderen Geschäftsleitung mit.

Durchschnittliche Erfahrung der SMI-GL-Mitgliederin aktueller GLim Unternehmenim Unternehmen bis
Eintritt in die GL
Gesamtsample5 Jahre
Vorher im Unternehmen tätig6 Jahre19 Jahre13 Jahre
Vorher im Unternehmen und in anderer GL tätig3 Jahre9 Jahre6 Jahre
Vorher in anderer GL tätig3 Jahre
Keine Erfahrung im Unternehmen oder in anderer GL3 Jahre

Blickt man auf das Dienstalter im Unternehmen, zeigt sich, dass firmenintern beförderte SMI-Manager länger im Unternehmen tätig sein müssen, nämlich durchschnittlich 13 Jahre, bis sie in die Geschäftsleitung eintreten, als die Personen des Gesamtsamples, die nach 12 Jahren berufen werden. Die durchschnittliche Erfahrung der SMI-Geschäftsleitungsmitglieder im Unternehmen beträgt 19 Jahre, im Gesamtsample sind es 17 Jahre. SMI-Geschäftsleitungsmitglieder, die vor ihrem Eintritt ins Unternehmen externe Geschäftsleitungserfahrung – wenn auch nur bei einem KMU – sammelten, entwickeln sich nach 3 Jahren in das Führungsgremium, was 1 Jahr weniger ist als im Gesamtsample.

Verwaltungsräte

Durchschnittliche Erfahrung der SMI-VR-Mitgliederin aktuellem VRim Unternehmenim Unternehmen bis
Eintritt in VR
Gesamtsample6 Jahre
Vorher im Unternehmen tätig8 Jahre22 Jahre14 Jahre

Die intern berufenen SMI-Verwaltungsratsmitglieder sind seit 22 Jahren im Unternehmen beschäftigt und wurden nach 14 Jahren in den Verwaltungsrat berufen. Das durchschnittliche SMI-Verwaltungsratsmitglied ist seit 6 Jahren im Amt, was dem Dienstalter des Gesamtsamples entspricht.

Erfahrung der SMI-VR-MitgliederGesamtsampleNeue
Vorher im Unternehmen tätig2813%311%
Vorher CEO im Unternehmen518%267%
Vorher GL-Mitglied im Unternehmen1036%133%
Vorher GL-Mitglied und CEO im Unternehmen311%--
Vorher weder GL-Mitglied noch CEO im Unternehmen1036%--

Dieses Jahr wurden insgesamt 210 SMI-Verwaltungsratsmitglieder untersucht. Von diesen waren 13% bereits vor ihrem Eintritt in den Verwaltungsrat im Unternehmen tätig. Davon waren 18% als CEO angestellt, 36% gehörten der Geschäftsleitung an, und 11% hatten beide Ämter inne. Von allen 210 SMI-Verwaltungsratsmitgliedern waren 10% in der Geschäftsleitung einer anderen vom schillingreport erfassten Unternehmung tätig, bevor man sie in den aktuellen Verwaltungsrat berief. 13 Personen sitzen gleichzeitig in 2 Verwaltungsräten des SMI ein und besetzen insgesamt 26 Sitze im SMI. 10 SMI-Geschäftsleitungsmitglieder haben je 1 Verwaltungsratsmandat in einem anderen SMI-Unternehmen inne.

Alter der SMI-Gremiumsmitglieder

Geschäftsleitungen

Durchschnittsalter der SMI-GL-MitgliederGesamtsampleNeue
Grösse des Samples19634
Total Mitglieder54 Jahre51 Jahre
Männer54 Jahre50 Jahre
Frauen53 Jahre53 Jahre
Schweizer55 Jahre50 Jahre
Ausländer54 Jahre52 Jahre
CEOs56 Jahre64 Jahre

Die Geschäftsleitungsmitglieder der SMI-Unternehmen sind im Schnitt 54 Jahre und die neuen Geschäftsleitungsmitglieder 51 Jahre alt. Die SMI-Geschäftsleitungsmitglieder sind gleich alt wie im Vorjahr, aber 4 Jahre älter als zu Beginn der Erhebung im Jahr 2006 (50 Jahre). Die neuen SMI-Geschäftsleitungsmitglieder sind gleich alt wie im Vorjahr (51 Jahre). 2006 betrug ihr Durchschnittsalter 47 Jahre. Weibliche SMI-Geschäftsleitungsmitglieder sind 53 Jahre alt und damit 1 Jahr jünger als ihre männlichen Kollegen (54 Jahre). Die neuen weiblichen SMI-Geschäftsleitungsmitglieder sind ebenfalls 53 Jahre alt. Die neuen männlichen SMI-Geschäftsleitungsmitglieder sind 3 Jahre jünger (50 Jahre). Schweizer SMI-Geschäftsleitungsmitglieder sind 55 Jahre alt, ihre ausländischen Kollegen sind 1 Jahr jünger (54 Jahre). Die CEOs der SMI-Unternehmen sind 56 Jahre und die neuen CEOs 64 Jahre alt.

Verwaltungsräte

Durchschnittsalter der SMI-VR-MitgliederGesamtsampleNeue
Grösse des Samples20930
Total Mitglieder60 Jahre57 Jahre
Männer61 Jahre59 Jahre
Frauen56 Jahre53 Jahre
Schweizer60 Jahre55 Jahre
Ausländer60 Jahre58 Jahre
VRP65 Jahre64 Jahre

Die Verwaltungsratsmitglieder der SMI-Unternehmen sind im Schnitt 60 Jahre und die neuen Verwaltungsratsmitglieder 57 Jahre alt. Die SMI-Verwaltungsratsmitglieder sind gleich alt wie im Vorjahr und wie zu Beginn der Erhebung im Jahr 2010. Die neuen SMI-Verwaltungsratsmitglieder waren im Vorjahr 2 Jahre jünger (55 Jahre). Die SMI-Verwaltungsrätinnen sind 56 Jahre alt und damit 5 Jahre jünger als ihre männlichen Kollegen (61 Jahre). Die neuen SMI-Verwaltungsrätinnen sind 53 Jahre alt, ihre männlichen Kollegen sind 6 Jahre älter (59 Jahre). Schweizer SMI-Verwaltungsratsmitglieder sind 60 Jahre alt. Ihre ausländischen Kollegen sind ebenfalls 60 Jahre alt. Die Verwaltungsratspräsidenten der SMI-Unternehmen sind 65 Jahre und die neuen Präsidenten 64 Jahre alt.

Interviews

Anne-Claude Demierre

Gert De Winter

Andreas Müller

Jacques Sanche

Marco Syfrig

Fabrice Zumbrunnen

Übersicht der einbezogenen Unternehmen

UnternehmenPrivate SectorGender-Diversity-Pipeline (sr2019)UnternehmenPrivate SectorGender-Diversity-Pipeline (sr2019)
Aargauische Kantonalbank
Landis+Gyr AG
ABB Ltd.

Leclanché SA
ABB Schweiz AG

LEM Holding SA
Addex Therapeutics Leonteq AG
Adecco Management & Consulting SA
Liebherr-International AG
Adval Tech Holding AGLiechtensteinische Landesbank
Airopack Technology GroupLifeWatch AG
Alcon Switzerland AG
Logitech International SA
Allianz Suisse Gruppe

Lonza Group AG
Allreal Holding AG
Luzerner Kantonalbank AG
Alpiq Holding AG
Magazine zum Globus AG
Bouygues E&S InTec Schweiz AG
Manor AG
ALSO Holding AG
McDonald's Suisse Holding SA
AMAG Automobil- und Motoren AGMCH Group AG
AMS AGMedartis AG
APG SGA SA
Meier Tobler AG
Appenzeller KantonalbankMetall Zug Gruppe
Arbonia AGMettler-Toledo Holding AG
ARYZTA AGMeyer Burger Technology AG
Ascom (Holding) AGMicarna SA
Autoneum Holding AG
Migros-Genossenschafts-Bund
A•XA Versicherungen AGMikron Holding AG
Axpo Holding AGMobilezone AG
Bachem Holding AGMobimo Holding AG
Bâloise-HoldingMolecular Partners AG
Banca dello Stato del Cantone TicinoMövenpick Holding AG
Bank ClerMyriad Group AG
Bank Linth LLB AGNestlé S.A.
Banque Cantonale de FribourgNidwaldner Kantonalbank
Banque Cantonale de GenèveNovartis AG
Banque Cantonale du Jura AGObwaldner Kantonalbank
Banque Cantonale NeuchâteloiseOC Oerlikon Corporation AG
Banque Cantonale Vaudoise AGOctapharma AG
Banque Profil de Gestion SAOrascom Development Holding AG
Barry Callebaut AGOrell Füssli Holding AG
Basellandschaftliche KantonalbankOrior AG•••
Basilea Pharmaceutica AG•••Panalpina Welttransport (Holding) AG•••
Basler Kantonalbank•••Partners Group Holding AG•••
Basler Versicherungen••••••Peach Property Group AG
Belimo Holding AG•••Phoenix Mecano AG•••
Bell Food Group AG••••••Planzer Transport AG
Bellevue Group AGPlazza Immobilien•••
Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG•••Polyphor AG
Berner Kantonalbank•••PostFinance AG••••••
BFW Liegenschaften AGPricewaterhouseCoopers•••
BKW Energie AG••••••Privatklinikgruppe Hirslanden•••
BLS-Gruppe••••••PSP Swiss Property AG•••
Bobst Group•••Raiffeisen Schweiz•••
Bossard AGRehau GmbH•••
Bucher Industries AG•••Rieter Holding AG•••
Bühler AG••••••Ringier Holding AG••••
Burckhardt Compression Holding AGRolex SA
Burkhalter Holding AG••••••Romande Energie Holding SA
BVZ Holding AG•••Ronal AG
Calida Holding AGRuag Holding AG••••••
Carlo Gavazzi Holding AGSanthera Pharmaceuticals Holding AG
Cembra Money Bank AG•••SBB Cargo AG••••••
Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG•••Schaffhauser Kantonalbank•••
Cicor Technologies GroupSchaffner Holding AG•••
Clariant AG•••Schindler (Schweiz) AG••••••
Coltène Holding AGSchindler Holding AG••••••
Comet Holding AG•••Schlatter Holding AG•••
Compagnie Financière Richemont SA•••SCHMOLZ+BICKENBACH AG••••••
Compagnie financière TraditionSchweiter Technologies AG
Coop Genossenschaft••••••Schweizerische Bundesbahnen SBB••••••
CPH Chemie + Papier Holding AG•••Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG••••••
Crealogix Holding AGSchweizerische Nationalbank•••
Credit Suisse Group AG••••••Schwyzer Kantonalbank
Credit Suisse (Schweiz) AG••••••Securitas AG Schweizerische Bewachungsgesellschaft
CSS Gruppe••••••Selecta Management AG•••
Dätwyler Holding AG•••Sensirion AG
Denner AG••••••SFS Holding AG••••••
Die Schweizerische Post••••••SGS SA•••
DKSH Holding AG••••••Siegfried Holding AG•••
dormakaba Holding AG••••••Siemens Schweiz AG•••
Dosenbach-Ochsner AG•••Siemens Schweiz AG, Smart Infratructure•••
Dufry AG•••SIG Combibloc Services AG•••
Edisun Power Europe AGSika AG••••••
EFG International AG•••SIX Group AG••••••
Elma Electronic AGSonova Holding AG••••••
Emil Frey Gruppe•••SR Technics Group•••
Emmi AG••••••SRG SSR••••••
EMS-CHEMIE HOLDING AG•••St. Galler Kantonalbank•••
Endress + Hauser AG•••Stadler Rail AG•••
Ernst & Young AGStarrag Group Holding AG
ETA SA Manufacture Horlogère SuisseStraumann Holding AG•••
Evolva Holding AG•••Sulzer AG•••
F. Hoffmann-La Roche AG••••••Sunrise Communications AG•••
Feintool International Holding AGSuva••••••
fenaco••••••SV (Schweiz) AG••••••
Firmenich SA••••••SV Group AG••••••
Flughafen Zürich AG•••Swiss Finance & Property Investment AG•••
Forbo International SA•••Swiss International Air Lines AG••••••
Franke Holding AG••••••Swiss Life Holding••••••
Frutiger AG•••Swiss Life Schweiz••••••
Galenica AG••••••Swiss Prime Site•••
GAM Holding AGSwiss Re••••••
gategroup•••Swisscom AG••••••
Geberit AG••••••Swissport International Ltd.••••••
Generali (Schweiz) Holding AG••••••Swissquote Group Holding AG
Georg Fischer AG••••••Syngenta AG••••••
Givaudan SA•••Tamedia AG•••
Glarner KantonalbankTecan Group AG
Glas Trösch Holding AG•••Temenos Group AG
Glencore plc•••Tetra Laval Group•••
Goldbach Group AG•••The Swatch Group Ltd.•••
Graubündner KantonalbankThurgauer Kantonalbank
Groupe Minoteries SATornos SA
Gurit Holding AGTransocean Management Ltd.•••
Helsana Versicherungen AG•••Triumph International Spiesshofer & Braun
Helvetia Gruppe••••••u-blox Holding AG
HIAG Immobilien Holding AGUBS AG••••••
Highlight Event & Entertainment AGUBS Switzerland AG••••••
HOCHDORF Holding AG•••Urner Kantonalbank•••
Huber + Suhner•••Valartis Group AG
Hügli Holding AGValiant Holding AG•••
Hypothekarbank Lenzburg AGValora Holding AG••••••
IBM Schweiz AG•••VAT Group AG
Idorsia Pharmaceuticals Ltd.Vaudoise Assurances Holding SA•••
Implenia AG•••Vetropack Holding AG•••
Inficon Holding AGVifor Pharma Management AG•••
Interroll Holding AG•••Villars Holding S.A.
Intershop Holding AGVon Roll Holding AG
Investis Holding AGVontobel Holding AG•••
ISS Holding AG•••VP Bank AG•••
IVF HARTMANN AG•••VZ Holding AG•••
Jet Aviation Management AG•••Walliser Kantonalbank
JOWA AGWarteck Invest AG•••
Julius Bär Gruppe AG•••WISeKey International Holding Ltd
Jungfraubahn Holding AG•••Ypsomed Holding AG•••
Kardex AGZehnder Group AG•••
Klingelnberg AGZüblin Immobilien Holding AG
Komax Holding AG•••Zug Estates Holding AG•••
Kudelski SAZuger Kantonalbank•••
Kühne + Nagel International AG•••Zürcher Kantonalbank••••••
Kuros Biosciences AGZurich Insurance Group•••
LafargeHolcim Ltd.•••Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG•••

Abkürzungsverzeichnis

AGAktiengesellschaftKMUkleine und mittlere Unternehmen
bzw.beziehungsweiseLtd.Limited
CEOChief Executive OfficerNCCNomination and Compensation Committee
CFOChief Financial OfficerplcPublic Limited Company
d.h.das heisstSMISwiss Market Index
etc.et ceteraSPISwiss Performance Index
EUEuropäische Unionu.a.unter anderem
GLGeschäftsleitungVRVerwaltungsrat
HRHuman Resourcesz.B.zum Beispiel

Downloads